Der Wohnimmobilienmarkt nach der Zinswende: Was Käufer jetzt wissen sollten

Nach der Zinswende hat sich der deutsche Wohnimmobilienmarkt spürbar stabilisiert. Während die Jahre der extremen Preissteigerungen vorbei sind, zeichnet sich nun ein moderater, langfristiger Wachstumspfad ab. Bis 2035 ist – real betrachtet – mit durchschnittlich rund 1 % Preissteigerung pro Jahr zu rechnen. Nominal könnten die Preise sogar um etwa 3 % jährlich steigen.

Entscheidend ist jedoch weniger der bundesweite Trend als die zunehmende regionale Spreizung. Metropolräume, wirtschaftsstarke Regionen und gut angebundene Umlandlagen profitieren weiterhin von hoher Nachfrage. Strukturschwächere Regionen müssen dagegen eher mit stagnierenden oder rückläufigen realen Preisen rechnen.

Langfristig bestimmen vor allem Demografie, wirtschaftliche Zentralität, Infrastruktur und die Anpassungsfähigkeit regionaler Wirtschaftsstrukturen die Preisentwicklung. Regionen mit wachsender Bevölkerung, guter Erreichbarkeit und dynamischem Arbeitsmarkt bleiben attraktiv. Gleichzeitig gewinnt die Qualität des Wohnungsbestands an Bedeutung – energetische Modernisierung und zukunftsfähige Gebäude erhöhen die Standortattraktivität.

Für Käufer bedeutet dies: Regionale Marktkenntnis wird immer wichtiger. Wer heute investiert, sollte nicht nur den Preis, sondern auch die langfristigen Standortfaktoren im Blick behalten.

Weitere Marktanalysen und aktuelle Immobilienangebote beraten wir Sie gerne persönlich.

(Quelle: IW-Kurzbericht 23/2026 vom 18.3.26)

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